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Panuozzi – die Verführung Neapels

Ein Panouzzo ist neben der Pizza Portafoglio einer der neapolitanischen Streetfood-Klassiker schlechthin: warm oder kalt, lecker, aromatisch und saftig. Perfekt geeignet für den schnellen Hunger zwischendurch, ist der leckere Fladen inzwischen weit über die Stadtgrenzen Neapels hinaus bekannt.

Der italienische Snack für Zwischendurch

Ein Panuozzo kann nach Herzenslust mit herzhafter Salami, aromatischem Parmaschinken oder mild duftendem Büffelmozzarella belegt werden. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Panuozzi – kalt oder heiß genießen!

Der Snack-Klassiker aus Neapel eignet sich perfekt als spätes Frühstück. Alles kommt auf den Tisch, womit man die leckeren Fladen belegen kann. Panuozzi kann man kalt oder warm genießen. Aber auch unterwegs als schneller Snack für zwischendurch ist ein Panuozzo der ideale Begleiter.

Für den extra Kick empfehlen wir, Panuozzi heiß zu genießen. Dann ist das duftende Brot noch richtig crispy! Und wer noch einen draufsetzen will, überbackt die leckeren kleinen Pizzabrote zusätzlich mit Käse, einfach wunderbar!

Kleiner als eine Pizza, aber ganz groß im Geschmack!

Im Gegensatz zu einer neapolitanischen Pizza werden Panuozzi mit viel kleineren Teiglingen hergestellt. Wir empfehlen 110 Gramm und eine Hydration von 65 %. Die Form der Panuozzi kann je nach Gusto variieren: lang und schmal, oval oder rund – der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Der Panuozzo-Teig wird als Direktteig mit Autolyse hergestellt. Die richtige Teigführung, Fermentation und Verarbeitung sind entscheidend für das spätere Ergebnis. Diese Grundlagen vermittle ich auch in meinen Pizzakursen auf Mallorca.

Panuozzi-Rezept: Direktteig mit Autolyse


Zutaten für 5 Panuozzi à 110 g

  • 327 g Mehl Type 0 oder Type 00
  • 213 g Wasser
  • 1,5 g Trockenhefe oder 4,5 g Frischhefe
  • 9,8 g Salz

Hydration: 65 %

1. Autolyse

Mehl und 50 % des Wassers vermischen, bis kein trockenes Mehl mehr vorhanden ist. Den Teig anschließend mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

2. Teig herstellen

Nach der Autolyse die Hefe und das restliche Wasser einarbeiten. Zum Schluss das Salz hinzufügen und den Teig auskneten, bis eine glatte und elastische Teigstruktur entsteht.

3. Teigruhe und Aufarbeitung

Den Teig über Nacht bei Zimmertemperatur – nur im Winter – oder alternativ im Kühlschrank reifen lassen.

Anschließend den Teig in fünf Teiglinge von jeweils etwa 110 g teilen und zu straffen Panetti schleifen.

4. Stückgare

Die Teiglinge entsprechend der gewählten Teigführung reifen lassen.

5. Formen und Backen

Die Panetti länglich ausziehen, auf den Schieber geben und anschließend bei 400 °C backen.

Wichtig: Die Backtemperatur sollte nicht höher sein. Bei höheren Temperaturen können die Panuozzi eine zu dicke Kruste bekommen, außen bereits zu dunkel werden, während sie innen noch nicht vollständig durchgebacken sind.

Nach dem Backen die Panuozzi etwas abkühlen lassen, aufschneiden und nach Wunsch füllen.

Knut Sievers

Knut Sievers beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Herstellung von Pizza Napoletana. Als autodidaktischer Pizzaiolo liegt sein Schwerpunkt auf Teigführung, Fermentation und insbesondere der Arbeit mit Biga. Auf Pizzaiolo Mallorca teilt er praktische Erfahrungen, Tests und Erkenntnisse rund um Pizzateig und Pizza.